Günter Grass‘ Kameraden

RIA Novosti, 18.3.2013:

„Moskau erwartet laut dem Sprecher des russischen Außenamtes, Alexander Lukaschewitsch, eine Stellungnahme der Weltgemeinschaft zum Aufmarsch der lettischen Veteranen der Waffen-SS durch Lettlands Hauptstadt Riga.

An der jährlichen Parade am 16. März hatten einige Hundert Menschen teilgenommen, die durch Riga zum Freiheitsdenkmal zogen, um dort Blumen niederzulegen. Damit gedenken die lettischen SS-Veteranen jährlich ihrer getöteten Kameraden.

Am Fuße des Denkmals wartete eine Gruppe von Antifaschisten mit eingeschalteter Sirene auf die ehemaligen NS-Kollaborateure und deren Anhänger. Über Lautsprecher berichteten die Antifaschisten über Verbrechen des Naziregimes.

‚Wir brachten mehrmals unsere Empörung über die Aufmärsche in Lettland zum Ausdruck, die die ehemaligen Angehörigen der lettischen SS-Freiwilligen-Division und die hiesigen Kollaborateure heroisieren‘, heißt es in einer Mitteilung von Lukaschewitsch auf der Internetseite des russischen Außenamtes.

‚Die Teilnahme einiger Abgeordneter von der Regierungskoalition an der Ehrung der Mitglieder der verbrecherischen Organisation Waffen-SS, die vom Nürnberger Tribunal verurteilt wurde, ist nicht anders, denn als eine Verhöhnung des Gedenkens der NS-Opfer auszulegen‘, heißt es in dem Dokument.

Es handle sich dabei um eine unverhüllte Missachtung der Resolution der UN-Generalversammlung vom 20. Dezember 2012 ‚Heroisierung des Nazismus: Unzulässigkeit bestimmter Praktiken, die zur Eskalation von modernen Formen von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenhass und der damit verbundenen Intoleranz beitragen‘.

‚Wir verurteilen die schändliche Aktion in der lettischen Hauptstadt und rechnen damit, dass die internationale Gemeinschaft auf eine Wiedergeburt von Pro-Nazi-Sympathien in Lettland, einem EU- und Nato-Mitglied, gebührend reagieren wird‘, heißt im Dokument abschließend.“

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Über dighochschulgruppe

Ziel der Organisation ist es, den Studierenden an den Hochschulen in Rostock ein umfassendes und positives Bild vom jüdischen Staat zu vermitteln sowie einen differenzierten Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse zu ermöglichen.
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