Dokumentation: Kein Forum für Ali Reza Sheikh Attar!

Presseerklärung der DIG Hannover vom 2.4.2013:

Komm mit, sprach der Fuchs zur Gans, wir gehen zu Deiner Beerdigung!

Kein Forum für den iranischen Botschafter Ali Reza Sheikh Attar bei einem Seminar in der Evangelischen Akademie in Loccum am 18. April 2013 über die Perspektiven der Zivilgesellschaft!

Weshalb lädt eine evangelische Akademie den höchsten Vertreter des iranischen Mörderregimes in Deutschland ein, sein Land zu präsentieren? Es ist müßig zu wiederholen: Unter der Herrschaft der Mullahs werden im Iran Homosexuelle gehängt, Ehebrecherinnen gesteinigt, Bahai und Christen verfolgt – die Protagonisten der demokratischen Opposition von 2009 werden bis heute mit Folter und Haft drangsaliert. Während die Iranische Führung immer wieder mit der Vernichtung Israels droht, arbeitet sie gleichzeitig an der Atombombe und einem Programm für Mittel- und Langstreckenraketen.

Wenn in Loccum nunmehr trotzdem der Botschafter dieses Regimes zum Dialog über „Möglichkeiten der Stärkung der iranischen Zivilgesellschaft“ eingeladen wird, so wirkt dies angesichts der Realität im Iran zynisch. Einen sinnvollen Dialog kann es nur mit den Opfern der Repression geben, nicht mit den Tätern! Botschafter Ali Reza Sheikh Attar darf sich einem politisch interessierten Publikum und Multiplikatoren der politischen Bildung in Deutschland als diskursfähiger Intellektueller präsentieren, er darf mit Charme, Witz und Desinformation über die wahren Intentionen seines Landes, seine unheilvolle Rolle bei der Finanzierung von Terror im Libanon und in Gaza und über die interne Unterdrückungspraxis im Iran selbst täuschen und um Sympathie und Verständnis werben. Dies befördert keinen „Wandel durch Annäherung“, wie einst im Verhältnis zu den zunehmend maroden Regimen des untergegangenen Ostblocks, sondern es gewährt der iranischen Variante eines expansiven, antidemokratischen und antisemitischen Islamismus ein Forum. Eine renommierte Institution der politischen Bildung, wie die Evangelische Akademie in Loccum sollte sich nicht hierzu missbrauchen lassen!

Kay Schweigmann-Greve
Vorsitzender

Advertisements

Über dighochschulgruppe

Ziel der Organisation ist es, den Studierenden an den Hochschulen in Rostock ein umfassendes und positives Bild vom jüdischen Staat zu vermitteln sowie einen differenzierten Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse zu ermöglichen.
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s