Nachtrag zum 9. April 2003: Dr. Nieszery als Friedens(bündnis-)demonstrant

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„Ich werde von Tag für Tag zorniger. Plötzlich sind alle gegen den Krieg. Sogar Monsieur Chirac spricht davon, daß alles sein Recht haben muß. Aber in Jugoslawien, das mitgeholfen hatte, die Welt vom Nazitum zu befreien, war das Recht völlig egal (…) Das Recht war unwichtig, jetzt muß es plötzlich gewahrt werden. Deshalb will ich nicht mit dem Gesindel, das den Krieg gegen Jugoslawien befürwortet hat, in irgend etwas einstimmen. Die europäischen Staaten haben sich für alle Zeiten strafbar gemacht. Jetzt haben sie in Jugoslawien ihren Blutdurst gestillt – vor allem Deutschland hatte da ja einen gewissen Nachholbedarf –, und plötzlich sind alle diese Verbrecher für den Frieden.“ (Peter Handke)

Aus einer Mitteilung der Kommunistischen Plattform der PDS (heute: PDL) zu einer Demonstration der PDS und des Rostocker Friedensbündnisses „gegen einen Irak-Krieg“ vom Januar 2003:

„‚Frieden, Frieden‘, tönt der kleine Tonio (7). Er schwingt seinen Luftballon mit Friedenstaube. Dann singt er fröhlich den Kanzler-Song. Vater Norbert Nieszery lacht. Die ganze Familie ist zur Demonstration gegen einen drohenden Irak-Krieg in Rostock erschienen. Der Anlass ist ernst. ‚Früher habe ich auf der anderen Seite gestanden‘, sagt Nieszery, der SPD-Vorsitzende im Landkreis Güstrow und Landtagsabgeordnete aus Zibühl. Er deutet auf die Polizisten. Vor Jahren war er selbst einer, musste z.B. gegen Atomkraft-Gegner in Gorleben einschreiten. Mit seinem Sohn geht er zum Stand der PDS, um sich mit Luftballon und Anti-Kriegs-Button auszustatten. ‚Kein Blut für Öl‘ steht auf den Ansteckern. Nieszerys Frau Barbara erzählt von früheren Studenten-Demos in Pisa, wo sie auch schon gegen Wasserwerfer anzutreten hatte. ‚Es ging immer gegen die Schwarzen‘, sagt sie schmunzelnd. Und die Braunen.“

Mit denen gemeinsam Barbara und Norbert nunmehr, 2003, für das Menschenrecht Saddam Husseins auf baathistische Gewaltausübung protestierten.

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Über dighochschulgruppe

Ziel der Organisation ist es, den Studierenden an den Hochschulen in Rostock ein umfassendes und positives Bild vom jüdischen Staat zu vermitteln sowie einen differenzierten Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse zu ermöglichen.
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Eine Antwort zu Nachtrag zum 9. April 2003: Dr. Nieszery als Friedens(bündnis-)demonstrant

  1. Zionistischer Schwabe schreibt:

    „‚Frieden, Frieden’, tönt der kleine Tonio (7). Er schwingt seinen Luftballon mit Friedenstaube. Dann singt er fröhlich den Kanzler-Song. Vater Norbert Nieszery lacht. Die ganze Familie ist zur Demonstration gegen einen drohenden Irak-Krieg in Rostock erschienen. Der Anlass ist ernst. …“

    Sich hinter Kindern zu verstecken ist das Markenzeichen aller Totalitaristen: Man denke an den Volkssturm, den Werwolf, die Kindersoldaten der islamischen Republik Iran, den djihadistischen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Fatah, Hamas und Hisbollah, die Verhetzung Jugendlicher im „Ferienlager“ Utoya. Ich spucke vor Ihnen aus, Herr Friedensfreund Dr. Norbert Nieszery!

    „Nieszerys Frau Barbara erzählt von früheren Studenten-Demos in Pisa, wo sie auch schon gegen Wasserwerfer anzutreten hatte. ‘Es ging immer gegen die Schwarzen’, sagt sie schmunzelnd. Und die Braunen.”

    Auch im Anti-Bush-Protest des rotbraunen Abschaums ging es irgendwie gegen die Schwarzen. Denen wurde nämlich von Nieszery und seinen Gesinnungsgenossen vorgeworfen, sich auf die Seite der Amerikaner gegen Saddam zu stellen. CDU/CSU-Anhänger wurden zeitweilig regelrecht als Vaterlandsverräter gebrandmarkt. Dabei wusste Barbara Nieszery natürlich genau, dass auch das „schwarze“ Baden-Württemberg schon noch „deutsch“ genug sein würde, um bereitwillig den Solidarzuschlag für die wackeren FriedensdemonstrantInnen an der Ostsee bereitzustellen, von den Sozialleistungen für die Linkspartei-Klientel bis zum Abgeordnetengehalt ihres Mannes.

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