„Kritik der deutschen Romantik“: Vortrags- und Diskussionsabend der DIG-Hochschulgruppe mit Andre Thiele

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Die DIG-Hochschulgruppe Rostock lädt anlässlich des 10. Todestages des DDR-Dramatikers Peter Hacks zu einem Vortrags- und Diskussionsabend mit Andre Thiele am Freitag, 5. Juli 2013, 19.00 Uhr, Universität Rostock, Ulmenstr. 69, Haus 1, SR 126 ein.

Der Begriff „Romantik“ wird – soweit ihm mit Recht eine politisch-kulturelle Dimension zuerkannt wird – einerseits mit einer Rehabilitierung des „Mittelalters“, andererseits mit einer studentischen Jugendbewegung assoziiert, die als Träger bürgerlich-demokratischer, anti-aristokratischer, mithin fortschrittlicher „Ideen“ gegen die „Fürstenherrschaft“ rebelliert habe. In welchem Ausmaß die deutsche politische Romantik schon im Moment ihrer Gründung jedoch im Kontext der „Nationalbewegung“ nicht nur als antinapoleonische, sondern auch als antifranzösische, völkische und aggressiv antisemitische Strömung in Erscheinung trat, wurde durch einen ihrer zeitgenössischen Kritiker minutiös dargelegt: Es handelt sich um den deutsch-jüdischen Autor Saul Ascher (1767-1822), einen väterlichen Freund und Wegbereiter Heinrich Heines.

Unser Vortragsabend soll dazu dienen, das Lebenswerk Saul Aschers als eines Kritikers von Völkerhass und Antisemitismus ins Gedächtnis zu rufen. In diesem Kontext wird unser Referent ausführlich auf die Ascher-Perzeption bei Peter Hacks (1928-2003) eingehen, dessen Todestag sich im August zum zehnten Mal jährt. Hierbei wird auch das Verhältnis des DDR-Dramatikers zum Staat Israel und dem „Nahostkonflikt“ thematisiert werden.

Den Juristen, Publizisten und Verleger Andre Thiele verband mit Peter Hacks eine Arbeitsfreundschaft, die 1997 begann und bis zum Tod des Dramatikers 2003 andauerte. Seit 2007 erscheint im VAT Verlag Andre Thiele das dem Vermächtnis des Dichters gewidmete Journal ARGOS. Thiele ist auch Herausgeber des ersten Bandes der Werkausgabe von Saul Ascher.

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Über dighochschulgruppe

Ziel der Organisation ist es, den Studierenden an den Hochschulen in Rostock ein umfassendes und positives Bild vom jüdischen Staat zu vermitteln sowie einen differenzierten Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse zu ermöglichen.
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